MEIKE UNTERRICHTET

Als Tochter eines Musikschullehrers erlebte Meike bereits im Kindesalter mit, wie ihr Vater Rüdiger Albers im Wohnzimmer den Robotertanz für Musikalische Früherziehung zu „I can’t dance“ von  Phil Collins plante. Sie schlief auf dem Teppichboden ein, während sie den Querflötenstunden lauschte und am Mittagstisch war nicht selten der Quintenzirkel ein Thema, das zum Kartoffelpüree gereicht wurde.

Ihre Neigung zum Naseweißen kanalisierte die Schülerin dann während ihrer Zeit auf dem Gymnasium beim Erteilen von Blockflötenunterricht. Hier durfte sie schnell feststellen, dass fantasievolle kleine Jungs in dem Holzblasinstrument (liebevoll Brennholz getauft) nicht immer nur den Primärzweck entdeckten. Wie erfährt man besser als in der Praxis, wie man bei Blockflöten-Laserschwert-Kämpfen reagiert? Auch Kinder, die der Meinung waren sie seien ein „gebratenes Hähnchen“, lernten nach und nach, wie man als ebensolches zart „düdüdü“ in den „Bratenspieß“ bläst…

Nach einer Phase der Konzentration auf die eigene musikalische und gesangstechnische Ausbildung bei Jagna Sokorska-Kwika und Rachel Robins begann Meike während ihres Studiums an der Essener Folkwang Hochschule kleine Sängerinnen der Chorakademie, damals noch am Standort Essen, auszubilden.

2012 intensivierte die Sopranistin ihre Arbeit als Stimmbildnerin im Mädchenchorbereich an der Chorakademie. Nach wie vor findet dort die Arbeit des WDR Kinderchores noch unter ihrem damaligen Chorleiter Zeljo Davutovic statt. 

Der Unterricht im Rahmen des gesangpädagogischen Zertifikats des Bundesverbandes deutscher Gesangspädagogen beruhigte die Sängerin - doch nicht alles falsch gemacht bisher ;-)

Nach der Geburt ihrer Söhne erweiterte Meike ihr pädagogisches Spektrum.

Sie bildet Erzieher*innen im Umgang mit der Kinderstimme fort (singende Kindergärten, Toni singt), leitet Eltern-Kind Gruppen, singt mit Kindern in Kindergärten und Grundschulen (für die Musikschule Dortmund) und leitet einen Senioren-Singkreis.

Die Vielfältigkeit, die sich beim Unterrichten bietet, ist enorm.

Das musikalische Spektrum reicht von barocker Musik über Musicalliteratur bis hin zu atonalen Stücken. Jeder Mensch ist verschieden.

Manchmal helfen Bilder, manchmal der Blick auf die Physiologie der Singstimme. Manchmal wirkt Meike streng und Respekt einflößend, manchmal (wenn auch sehr selten) zu lieb für diese Welt. Viele Schüler sind überrascht, wenn sie ihre eigene Stimme entdecken - das steckt in mir? So hoch kann ich singen? Oft hören die Schüler gar nicht mehr auf zu trällern (das weiß auch die Nachbarschaft). Beim Unterrichten ist Meike kreativ und „die eine Methode“ gibt es bei ihr nicht.

Nur „ich kann das nicht“ - Das gibt es nicht.

baege_186681-ret.jpg